Warum das Thema „Väter“ so wichtig ist

Wir möchten über die Rolle des Vaters in einer Familie, die Hausunterricht (Homeschooling) macht, nachdenken. Viele Prinzipien gelten übrigens auch für Familien, die kein Homeschooling machen. Es geht es uns dabei ein wenig wie einem Prediger am Sonntag auf der Kanzel: er muss Dinge sagen, die er für richtig hält, auch wenn er sie selbst nicht immer schafft, auch wenn er selbst nicht perfekt ist. Das gilt auch, wenn er über einen Vers wie Matthäus 5, 48 predigt: „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. “ oder – wie die englische Bibel sagt, „Be ye therefore perfect“!

Wir Väter sind wahrlich nicht perfekt, aber doch möchten wir den Maßstab deswegen nicht immer weiter nach unten schrauben! Die meisten Weisheiten, die ich im Folgenden weitergebe, habe ich auf schmerzliche Weise dadurch gelernt, dass ich sie falsch gemacht habe und immer noch damit kämpfe! Wenn ich hie und da in Befehlsform rede, tue ich das der Prägnanz halber und rede vor allem zu mir selbst.

 

Es ist gut, sich daran zu erinnern, dass die heutige Generation von Vätern mit  schulpflichtigen Kindern mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in den 1960er Jahren oder später geboren ist. Das ist eine Zeit, in der in der Gesellschaft das Bild des Mannes und somit auch des Vaters total umgekrempelt wurde. Man kann sagen, der Mann wurde ein Stück weit „weichgeklopft“; das Letzte, was er sein darf, ist ein „Macho“, eher schon ein „Softie“. Er darf auf keinen Fall autoritär sein, sondern sollte möglichst „cool“ sein, was sich vor allem in der Kleidung und im Auto zeigt. Er muss viel Geld verdienen, coole Hobbies haben und das neueste i-Phone besitzen. Dieses Bild wird uns täglich von der Gesellschaft, von der Werbung, von den Medien eingebleut. Da ist es ist nicht leicht, als Christ gegen den Zeitgeist zu schwimmen und ein biblisches Bild vom Mann und Vater zu haben.

Wenn wir heutige durchschnittliche Familien anschauen, hat es oft den Anschein, dass sich die Väter aus vielen Bereichen, die die Familie und  Kindern betreffen, total ausgeklinkt, total zurückgezogen haben. Sie haben ihren Beruf, eventuell noch ein Hobby, das war’s. Oft fragt man sich, „Wo sind die Männer?“. Alles, was mit der Familie zu tun hat, mit der Organisation, mit Kommunikation innerhalb der Familie und nach außen – läuft über die Mütter. Hier können wir als Homeschooling-Väter bewusst einen Gegenpol setzen, ein Signal, dass es so nicht sein muss, und so auch nicht Gottes Plan war, als er die Familie entwarf.

Man traut es sich ja heute kaum mehr laut zu sagen, aber Gott hat sich tatsächlich etwas dabei gedacht, als er den Menschen „in seinem Bilde als Mann und Frau“ (Gen 1,27) erschuf. Gott wollte die Verschiedenartigkeit von Mann und Frau, und er hat ihnen eine entscheidende Rolle in der Erziehung unserer Söhne und Töchter zugedacht.

Hey Papa! Dein Sohn, deine Tochter brauchen dich, sollen sie eines Tages zu reifen und glücklichen Frauen und Männern werden!

Kommen wir zum Thema und stellen uns die Frage:

Wie kann der Vater das Homeschooling aus dem Hintergrund unterstützen und mittragen?

 
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