Prominente Homeschooler

John Wesley

Wesleys Mutter Susanna bildete alle ihre neunzehn Kinder zuhause aus. Sie tat das im Stil einer sehr disziplinierten Schule und stellte an ihre Kinder äußerst hohe Anforderungen, sowohl bezüglich Gehorsam als auch in den Schulleistungen. Anscheinend waren ihre Kinder in der Lage, diese Anforderungen zu erfüllen. Sie lernten alle im Alter von fünf Jahren innerhalb weniger Tage das Lesen. Der ganze Unterricht beruhte auf christlichen Prinzipien; als Lesebuch diente die Bibel.
John Wesley scheint unter der strengen Erziehung nicht gelitten zu haben; im Gegenteil. Als Erwachsener bat er einmal seine Mutter, ihre Erziehungsprinzipien und -methoden schriftlich niederzulegen, weil er sie so hoch schätzte. Auch er selber war dafür bekannt, dass er bis ins hohe Alter ein äußerst diszipliniertes Leben führte.
Das Wirken John Wesleys löste eine Erweckung aus, die ganz England tiefgreifend und nachhaltig prägte. Tausende von Menschen kamen zum Glauben an Jesus und erneuerten ihr Leben grundlegend. Es ist schon gesagt worden, nur dank dieser Erweckung sei England eine Revolution wie die französische erspart geblieben.

Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Vater war Berufsmusiker und Musiklehrer. Er unterrichtete seinen Sohn zuhause – nicht nur in Musik, sondern auch in Sprachen und in anderen akademischen Fächern. Mozart ging nie zur Schule. Mit 14 Jahren wurde er zum Konzertmeister am Hof des Erzbischofs von Salzburg ernannt. Während seines kurzen Lebens schuf er über 600 musikalische Werke.

Christopher Paolini

Christophers Eltern beschlossen, ihn zusammen mit seinem jüngeren Bruder zuhause auszubilden. Sie zogen an einen abgelegenen Ort auf dem Land, um ihren Kindern die Freiheit zu bieten, "Zeit zu haben, um die Wolken zu beobachten, und Raum zu haben zum Nachdenken". Sie passten die Lerninhalte den Interessen der Kinder an, und gingen mit ihnen oft in die Bibliothek der nächstgelegenen Ortschaft. Christopher sagt, er hätte dreitausend Bücher gelesen.
Im Sekundarschulalter schloss sich Christopher einem Korrespondenz-Lernprogramm an, das er mit 15 Jahren abschloss. Er schob seine weitere Ausbildung noch auf und begann zu seiner Unterhaltung einen Phantasieroman mit dem Titel "Eragon" zu schreiben. Im Lauf dieses Projektes lernte er u.a. Eisen zu schmieden, um selber zu erleben, wie Messer, Schwerter und Rüstungen hergestellt werden. Er studierte auch die Prinzipien des Romanschreibens.
Als der Roman fertig war, arbeitete die ganze Familie bei der Korrektur und Veröffentlichung mit. Christopher zeichnete selber die Illustrationen und Landkarten. Im Jahr 2002, als Christopher 18 Jahre alt wurde, war das Manuskript bereit zum Druck. Als Familie verkauften sie zehntausend Exemplare. Dann wurde der Roman von einem professionellen Verlag nachgedruckt, und wurde zu einem weltweiten Bestseller.

Sōichirō Honda

Der Begründer des Honda-Unternehmens lernte in der Werkstatt seines Vaters, Fahrräder zu reparieren. Im Alter von fünfzehn Jahren begab er sich ohne formelle Schulbildung nach Tokyo, um Arbeit zu suchen. Dort arbeitete er sechs Jahre als Automechaniker. Dann gründete er sein eigenes Unternehmen, das sich weiterentwickelte, bis die Honda-Motorräder zur meistverkauften Marke der Welt wurden.

Erik Demaine

Erik Demaine ist ein Forscher und Universitätsdozent in Computerwissenschaften. Er sagt über seine Ausbildung: "Ich lernte schon in einem frühen Alter lesen, aber es interessierte mich nicht besonders. Ich las keine Schulbücher, bevor ich zur Universität ging. Mein Vater bildete mich zuhause aus, bis ich in die Universität eintrat. Er war gegen die Schule und wollte selber an meiner Ausbildung beteiligt sein. Er reiste viel, und so bereisten wir zusammen die Vereinigten Staaten und Kanada. Ich sah etliche Kulturen und lernte verschiedenste Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen kennen."
Sein Vater ist ein Bildhauer und Glaser ohne höhere Schulbildung.
Erik interessierte sich sehr für Computerspiele, und später fürs Programmieren. Im Alter von sieben Jahren schrieb er sein erstes Computerprogramm, ein Text-Abenteuerspiel. Als seine Ambitionen seine Kenntnisse überstiegen, meldete ihn sein Vater zu einigen Mathematik- und Informatikkursen an der örtlichen Universität an, und der Vater nahm zusammen mit dem Sohn an den Vorlesungen teil. Obwohl Erik erst zwölf Jahre alt war, erzielte er Bestnoten. Er erinnert sich: "Meine Klassenkameraden behandelten mich wie einen der ihren."
Mit 14 Jahren erhielt er den Titel eines Bachelor und studierte weiter zum Master und Doktor. Dann begann er als Informatikdozent am Massachusetts Institute of Technology zu unterrichten. Mit zwanzig Jahren war er der jüngste Dozent, der je dort gearbeitet hatte.
Dr. Demaine ist vor allem bekannt für seine Veröffentlichungen über geometrische Algorithmen, welche Kunst, Wissenschaft und Spiel miteinander verbinden. Er begründete den Zweig des computerisierten Origami, mit vielseitigen Anwendungen von der industriellen Fertigung (Herstellung von Metallfolien) bis hin zur Biologie (Erforschung der Faltformen von Proteinen).

 
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